Tipps & Tricks

Gesundheit und Tipps für ein gesundes Leben.

Vorab: Auf dieser Seite möchte ich Ihnen allgemeine Tipps rund um Gesundheit und Wohlbefinden geben. Viele dieser Anregungen finden sich verstreut im Internet, in Büchern oder verschiedenen Foren. Hier möchte ich sie übersichtlich zusammenfassen und Ihnen damit die Suche erleichtern.

Die folgenden Empfehlungen verstehen sich als Anregungen zur Gesundheitsvorsorge und zur Unterstützung des persönlichen Wohlbefindens. Wenn bereits Beschwerden bestehen, können bestimmte Maßnahmen dazu beitragen, Symptome zu lindern. Wer langfristig etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann die entsprechenden Anregungen regelmäßig oder kurweise in den Alltag integrieren.

Wichtig: Diese Empfehlungen ersetzen bei ernsthaften oder anhaltenden Beschwerden weder eine ärztliche Untersuchung noch eine individuelle Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Die hier dargestellten Ansichten erheben außerdem keinen Anspruch darauf, die endgültige oder alleinige Wahrheit zu sein. Medizin und Gesundheitswissenschaft entwickeln sich ständig weiter.

Wenn Sie diese Themen mit Ihrem Hausarzt besprechen möchten, sollten Sie außerdem berücksichtigen, dass manche der hier angesprochenen Ansätze nicht Bestandteil der klassischen universitären Medizinerausbildung sind. Entsprechend werden sie von Medizinern unterschiedlich bewertet. Gleichzeitig gibt es zunehmend Ärzte und Therapeuten, die sich auch mit ergänzenden und ganzheitlichen Ansätzen beschäftigen.


Tipps

Wir sind nicht für diese Welt gemacht…

Mit einem grundsätzlichen Gedanken möchte ich beginnen. Es handelt sich dabei weniger um einen konkreten Tipp als vielmehr um eine Sichtweise, die meiner Meinung nach helfen kann, viele Zusammenhänge im eigenen Leben besser zu verstehen:

Unser Körper ist auf ein völlig anderes Leben ausgelegt als das, das wir heute führen. Er hat sich über einen sehr langen Zeitraum an die Lebensbedingungen unserer Vorfahren als Jäger und Nomaden in der „Steinzeit“ angepasst. Bewegung, Nahrung, Schlaf, Ruhe und Gefahr bestimmten den Alltag. Viele der körperlichen Reaktionen, die damals überlebenswichtig waren, laufen auch heute noch in uns ab.

Ein gutes Beispiel ist unser autonomes Nervensystem mit seinem sympathischen und parasympathischen Anteil.

Das sympathische Nervensystem wird vor allem in Situationen aktiviert, in denen unser Körper Leistung erbringen muss. Herzschlag und Atmung werden gesteigert, Blut wird stärker zu den Muskeln transportiert und der Körper wird auf schnelle Reaktion vorbereitet. Früher bedeutete das beispielsweise: kämpfen, fliehen oder jagen.

Nach einer solchen Belastung braucht der Körper jedoch Bewegung, um den Adrenalinspiegel zu senken und dann Erholung. Hier kommt das parasympathische Nervensystem ins Spiel. Es unterstützt Ruhe, Verdauung und Regeneration.

Das System ist hervorragend darauf ausgelegt, zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln.

Das Problem unserer heutigen Lebensweise besteht darin, dass wir häufig unter Dauerbelastung stehen. Stress entsteht im Beruf, im Straßenverkehr, durch Termine, Nachrichten, ständige Erreichbarkeit oder persönliche Sorgen. Gleichzeitig fehlt uns häufig die körperliche Bewegung, mit der unser Körper Stress ursprünglich verarbeitet hat. Wir können schließlich nicht nach einem stressigen Meeting mit dem Chef kämpfen oder vor ihm davonlaufen.

Deshalb halte ich es für wichtig, im Alltag bewusst für einen Ausgleich zu sorgen:

Auf Anspannung sollte Entspannung folgen.

Auf Stress sollte Bewegung folgen.

Auf Aktivität sollte Ruhe folgen.

Sport, Spaziergänge, körperliche Arbeit, bewusstes Abschalten und ausreichend Schlaf können dabei helfen, wieder einen gesunden Rhythmus zu finden.

Der entscheidende Punkt ist für mich: Unser Körper braucht nicht nur Ruhe und nicht nur Bewegung. Er braucht den Wechsel zwischen beidem.


Wir werden zu alt!

Unser Körper ist außerdem nicht dafür ausgelegt, unter den Bedingungen des modernen Lebens 80 oder 90 Jahre lang beansprucht zu werden.

Die Lebenserwartung unserer Vorfahren war deutlich geringer als heute. Gleichzeitig hat sich unser Lebensstil enorm verändert. Wir sitzen viele Stunden, bewegen uns häufig zu wenig und belasten unseren Körper teilweise sehr einseitig.

Das bedeutet nicht, dass wir unseren Körper schonen sollten, indem wir uns möglichst wenig bewegen. Im Gegenteil: Bewegung ist wichtig. Entscheidend ist vielmehr, wie wir unseren Körper belasten.

Wir sollten ihm gute Nährstoffe zuführen, ausreichend Bewegung ermöglichen und einseitige Belastungen vermeiden.

Auch hier spielt der Rhythmus eine wichtige Rolle:

Sitzen, stehen, gehen, bewegen und liegen sollten sich möglichst sinnvoll abwechseln.

Verspannungen oder Rückenschmerzen sollten wir deshalb nicht einfach als lästige Begleiterscheinungen betrachten. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass etwas in unserem Alltag nicht optimal funktioniert.

Statt lediglich den Schmerz zu unterdrücken, lohnt es sich deshalb, nach möglichen Ursachen zu suchen und die eigenen Lebensgewohnheiten zu überprüfen.


Ein persönlicher Gedanke zum Älterwerden

Nur am Rande: Den Wunsch nach einem möglichst langen Leben um jeden Preis sehe ich persönlich kritisch.

Selbst wenn es eines Tages möglich sein sollte, den Alterungsprozess einzelner Zellen deutlich zu verlangsamen, bleiben andere Bestandteile unseres Körpers der natürlichen Abnutzung unterworfen.

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, möglichst alt zu werden.

Vielleicht geht es vielmehr darum, die Jahre, die wir haben, möglichst bewusst und zufrieden zu leben.

Wenn wir das Heute genießen und zu schätzen wissen, was wir bereits haben, müssen wir nicht unbedingt 120 Jahre alt werden.


Säure-Basen-Haushalt

Unser Körper verfügt über komplexe Mechanismen, mit denen er den Säure-Basen-Haushalt reguliert. Insbesondere der pH-Wert des Blutes wird dabei innerhalb eines sehr engen Bereichs gehalten.

In ganzheitlichen Gesundheitskonzepten wird häufig davon gesprochen, dass eine Belastung des Säure-Basen-Haushalts mit verschiedenen Beschwerden zusammenhängen kann. Dabei werden unter anderem Ernährung, Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und andere Faktoren betrachtet.

Die folgenden Empfehlungen geben diese ganzheitliche Sichtweise wieder und sind nicht als Ersatz für eine medizinische Diagnostik zu verstehen.

Den pH-Wert des Urins beobachten

Wer sich mit seinem Säure-Basen-Haushalt beschäftigen möchte, kann den pH-Wert des Urins mit handelsüblichen Urinteststreifen überprüfen.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass der pH-Wert des Urins im Laufe des Tages natürlichen Schwankungen unterliegt. Er wird unter anderem durch Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und den Stoffwechsel beeinflusst.

Ein einzelner Messwert sagt daher nur wenig aus. Interessanter kann es sein, die Werte über einen längeren Zeitraum und zu unterschiedlichen Tageszeiten zu beobachten.

Wenn Sie bei solchen Messungen dauerhaft auffällige Werte feststellen oder gesundheitliche Beschwerden haben, sollten Sie dies mit einem Arzt oder Therapeuten besprechen.

Möglichkeiten zur Unterstützung

Im Bereich der Naturheilkunde und der ganzheitlichen Gesundheitslehre werden verschiedene Möglichkeiten empfohlen, um den Körper bei der Regulation des Säure-Basen-Haushalts zu unterstützen.

1. Basenpräparate

Basenpräparate sind in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich und werden meist in Wasser aufgelöst und eingenommen.

Eine längerfristige oder hoch dosierte Einnahme sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Fachmann erfolgen. Wenn Sie solche Präparate regelmäßig verwenden möchten, lassen Sie sich am besten individuell beraten.

2. Apfelessig

Eine weitere traditionelle Empfehlung ist naturtrüber Apfelessig.

Dazu wird ein kleiner Schuss Apfelessig mit Wasser verdünnt und getrunken.

Gerade im Sommer kann ein wenig Apfelessig im Wasser sehr erfrischend sein. Bereits die alten Römer nutzten mit Essig versetztes Wasser als Erfrischungsgetränk.

Wichtig: Essig sollte immer ausreichend verdünnt werden. Bei empfindlichem Magen oder bestimmten Erkrankungen ist Vorsicht geboten.

3. Basenbad

Ein warmes Bad in Natron wird in der Naturheilkunde gerne zur Entspannung und Pflege eingesetzt. Das Salz neutralisiert Säuren auf der Haut, so dass das Gewebe darunter durch Diffusion basischer werden kann.

Fussbäder in Natron können auch bei Fersensporn und Plantarfasziitis hervorragend helfen.

Nach sportlicher Belastung kann ein warmes Bad außerdem den schmerzhaften Auswirkungen eines Muskelkaters vorbeugen.

Verzichten Sie dabei möglichst auf eine Vielzahl verschiedener Badezusätze, insbesondere wenn Ihre Haut empfindlich reagiert.

4. Essigwaschungen

Eine weitere traditionelle Anwendung ist die Essigwaschung.

Dazu wird ein kleiner Schuss Apfelessig mit warmem Wasser verdünnt. Ein Waschlappen kann darin getränkt und anschließend zum Abreiben der Haut verwendet werden.

Lassen Sie die Haut anschließend trocknen und beobachten Sie, wie sie darauf reagiert.

Bei empfindlicher oder gereizter Haut sollte diese Anwendung nicht durchgeführt werden. Auch offene Hautstellen sollten ausgespart werden.

Und noch ein kleiner praktischer Hinweis: Nach einer Essigwaschung kann natürlich ein leichter Essiggeruch auf der Haut zurückbleiben, normalerweise verfliegt er schnell. Für empfindliche Nasen kann das aber gewöhnungsbedürftig sein. Wirkliche Klagen habe ich von meinen Patienten aber noch nicht gehört…

Probieren Sie es einfach selbst aus und entscheiden Sie, ob diese Anwendung Ihnen angenehm ist.