Vorab
Als Heilpraktiker arbeite ich mit meinen osteopathischen Techniken meist an Problemen, die die Schulmedizin noch nicht behandeln will oder nicht mehr behandeln kann. Für mich gibt es quasi keine Krankheit, an der man nicht osteopathisch Wirken könnte, ausser den Krankheiten, deren Behandlung Heilpraktikern verboten sind.
Trotzdem ersetzen meine Behandlungen keinen Besuch beim Arzt, wenn Sie ernstlich erkrankt sind.
Meine Behandlungsmethoden: Ein Überblick über meine osteopathischen Techniken
In meiner Praxis arbeite ich mit einer Vielzahl osteopathischer Techniken, die ich je nach Beschwerdebild und individueller Situation gezielt einsetze oder miteinander kombiniere. Osteopathie versteht den Körper als Einheit, in der Struktur und Funktion sich gegenseitig beeinflussen – deshalb greife ich je nach Beschwerde und Befund auf unterschiedliche Herangehensweisen zurück. Im Folgenden stelle ich Ihnen kurz vor, welche Techniken ich anwende und wofür sie stehen.
Craniosacrale Osteopathie
Die craniosacrale Osteopathie widmet sich dem Zusammenspiel von Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum) sowie den umgebenden Membranen und Flüssigkeitsräumen. Mit sehr sanften, feinfühligen Griffen ertaste und beeinflusse ich subtile rhythmische Bewegungen im Körper, um Spannungen zu lösen und die Selbstregulation des Nervensystems zu unterstützen. Diese Technik eignet sich besonders für Menschen, die eine behutsame Behandlung bevorzugen oder sensibel auf Berührung reagieren – unter anderem auch für Säuglinge und Kinder.
Psychosomatische Osteopathie
Körper und Psyche stehen in engem Austausch: Emotionaler Stress kann sich in körperlichen Spannungsmustern niederschlagen, während körperliche Beschwerden wiederum das seelische Befinden beeinflussen können. In der psychosomatischen Osteopathie berücksichtige ich diese Wechselwirkung und arbeite achtsam mit Bereichen des Körpers, in denen sich solche Zusammenhänge zeigen können – stets im Rahmen einer manuellen, osteopathischen Behandlung.
Strain-Counterstrain
Strain-Counterstrain ist eine Technik, bei der schmerzhafte oder verspannte Körperregionen in eine für sie besonders entspannte Position gebracht werden. Durch das gezielte Halten dieser Position für einen kurzen Zeitraum kann sich die Muskelspannung reflektorisch lösen, ganz ohne aktive Manipulation oder Druck auf den Schmerzpunkt selbst. Die Methode ist sehr schonend und eignet sich gut bei akuten, schmerzhaften Verspannungen.
Harmonische Technik
Die harmonische Technik arbeitet mit sanften, rhythmischen Bewegungen, die im Einklang mit den natürlichen Eigenbewegungen des Gewebes ausgeführt werden. Statt gegen eine Spannung zu arbeiten, nehme ich den vorhandenen Rhythmus auf und unterstütze das Gewebe dabei, sich selbst zu lösen. Diese Technik wirkt besonders ausgleichend und wird häufig als sehr angenehm empfunden.
AOB – Allgemeine Osteopathische Behandlung
Die Allgemeine Osteopathische Behandlung ist ein ganzheitliches, rhythmisch-mobilisierendes Behandlungskonzept, das auf die osteopathische Tradition nach John Martin Littlejohn und John Wernham zurückgeht. Dabei wird der gesamte Körper in einer festgelegten Reihenfolge sanft mobilisiert, um Durchblutung, Beweglichkeit und das Zusammenspiel der Körperstrukturen zu fördern. Die AOB eignet sich gut als Basisbehandlung und lässt sich hervorragend mit anderen Techniken kombinieren.
AORT – Allgemeine Osteopathische Repositionstherapie nach Raphael van Assche
Die AORT geht auf Raphael van Assche, Mitbegründer der Wiener Schule für Osteopathie, zurück. Es handelt sich um ein strukturiertes Behandlungskonzept, bei dem der gesamte Körper systematisch nach einer festen Abfolge untersucht und behandelt wird, um Blockaden und Fehlspannungen im Bewegungsapparat aufzuspüren und zu lösen. Ziel ist es, das gesamte muskuloskelettale System wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bringen.
Ergänzende, nichtosteopathische Techniken
Neben den osteopathischen Verfahren setze ich ergänzend auch folgende bewährte Methoden ein:
Fußreflexzonentherapie
Die Fußreflexzonentherapie geht davon aus, dass bestimmte Areale an der Fußsohle mit Organen und Körperregionen in Verbindung stehen. Durch gezielten Druck auf diese Zonen sollen Anregung, Entspannung und ein verbessertes Wohlbefinden gefördert werden. Viele Menschen empfinden diese Behandlung als besonders beruhigend und wohltuend. Durch meine kraniosacrale Arbeit habe ich bemerkt, dass ich die Reflexzonen der Füsse auch ohne die schmerzhafte Drucktechnik nutzen und positiv beeinflussen kann. Ich habe diese Technik in die osteopathische Arbeit voll integriert.
Taping
Beim Taping werden elastische Tapes auf die Haut aufgebracht, um Muskeln und Gelenke zu unterstützen, die Durchblutung anzuregen und den Heilungsprozess zu begleiten. Je nach Anlagetechnik kann Taping stabilisierend, entlastend oder aktivierend wirken und eignet sich als sinnvolle Ergänzung zur osteopathischen Behandlung, etwa bei sportlicher Belastung oder in der Nachbehandlung.
Welche Technik im Einzelfall zum Einsatz kommt, entscheide ich individuell nach eingehender Anamnese und Untersuchung – oft ist es auch eine Kombination mehrerer Ansätze, die zum besten Ergebnis führt. Gerne erkläre ich Ihnen bei einem persönlichen Termin, welche Methode für Ihr Anliegen geeignet ist.
