Die klassische Osteopathie beschäftigt sich vor allem mit strukturellen Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Die craniosacrale Osteopathie hingegen verfolgt einen ganzheitlicheren Ansatz: Hier wird nicht manipuliert, sondern die Selbstregulation der Körpergewebe sanft angeregt, sodass der Körper sich aus seinen Einschränkungen selbst befreien kann.
Die psychosomatische Osteopathie ist ein neuer Bereich, der sanfte Techniken der klassischen Osteopathie mit modernen Aspekten der psychoneuroendokrinoimmunologischen Forschung verbindet und dadurch neue Brücken schlägt, wodurch psychosomatische und stressbedingte Erkrankungen effektiver behandelt werden können.
Ich behandle Menschen mit sehr unterschiedlichen Beschwerden. Da ich nicht symptomorientiert arbeite, sondern den Körper in seiner Selbstregulationsfähigkeit unterstütze, spielt es für mich eine untergeordnete Rolle, ob Beschwerden eher psychosomatischer oder struktureller Natur sind.
Mit der craniosacralen Osteopathie lässt sich grundsätzlich mit jeder gestörten Struktur des Körpers arbeiten – bis hin zum Nervensystem oder den Blutgefäßen, die durch geschulte manuelle Impulse positiv beeinflusst werden können.
Gute Erfahrungen habe ich unter anderem bei folgenden Indikationen gemacht:
- stress- und traumabedingte Beschwerden (z. B. Burnout, Ängste, Panikattacken)
- psychosomatische Belastungen
- Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems
- begleitende Unterstützung schulmedizinischer Behandlungen, z. B. während einer Chemotherapie
- Beschwerden des Bewegungsapparates wie Nackenverspannungen, Gelenk- oder Muskelschmerzen
- chronische Rückenschmerzen mit viszeralem Hintergrund
- Kopfschmerzen und Migräne
- Long-Covid- und Post-Covid-Symptome
- chronische Erschöpfungszustände (CFS)
- komplexe oder „diffuse“ Krankheitsbilder, z. B. chronische Borreliose
- Neurodermitis
- postoperative Beschwerden (z. B. nach Kaiserschnitt, Gelenkersatz, Zahn- oder
Schönheitsoperationen) - Schmerzsyndrome
- Schwindel
- Aufmerksamkeits- und Unruhezustände bei Kindern (ADHS)
- Zyklusbeschwerden und frauenspezifische Themen
- Kinderwunsch
- Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung (begleitend, da sich die Körperstatik in dieser Zeit
schnell verändert) - begleitende Behandlung bei Zahnkorrekturen (Eine regelmäßige
- osteopathische Begleitung
- bei festsitzenden Zahnspangen kann die Kieferstrukturen entlasten, die Tragedauer verkürzen und möglicherweise begleitende Belastungen wie Konzentrationsschwierigkeiten reduzieren.)
- In manchen Fällen ist eine körperliche Heilung nicht mehr möglich. Auch dann kann osteopathische Arbeit unterstützend wirken, indem sie Menschen mental stärkt und hilft, einen versöhnlichen Umgang mit der eigenen Erkrankung zu finden. Einige Kolleginnen und Kollegen arbeiten aus diesem Ansatz heraus schwerpunktmäßig in der Sterbebegleitung.
Wichtiger Hinweis
Akute Notfälle, schwere Verletzungen und gefährliche Infektionskrankheiten gehören in die
schulmedizinische Behandlung. In diesen Fällen ist sie unverzichtbar und der richtige
Ansprechpartner.
Osteopathie versteht sich hier als ergänzende, nicht als ersetzende Therapieform.

